Auslandsaufenthalt

16
Sep
2013

Es geht los

Hi und Hallo aus England,

wer wissen will warum man mit drei Kindern mit Ausland studieren will und was dabei alles schief gehen kann, ist in meinem Blog genau richtig. Ich sage Euch von Lachen bis Weinen alles ist mit dabei. Ihr werdet überrascht sein, wie man fernab der Heimat ohne einen Cent leben kann und woran man seine wahren Freunde erkennt - also los geht's.

Alles begann damit, dass ich in einer Vorlesung vom ständigen Gequatsche meiner Banknachbarn super genervt war und gerade um Ruhe bitten wollte, als ständig die Rede von Austauschstudenten war. Ich wurde hellhörig. Naja um ehrlich zu sein, wollte ich auch gerne im Ausland studieren, aber da ich gerade erst unseren dritten Sohn bekommen hatte, rückte ein Auslandsstudium in weite Ferne - oder doch nicht.

Angetan von dieser Idee ging ich nach Hause. Umso länger ich darüber nachdachte umso besser gefiel mir die Idee. Warum eigentlich nicht. Die meisten meiner Kommilitonen waren bereits im Ausland gewesen und ich wollte denen eigentlich in nicht nachstehen. Also erzählte ich meinem Mann davon. Irgendwie gefiel ihm diese Idee auch und so googelte ich, wie man am Besten im Ausland studieren konnte und wurde auch fündig. Der IEC hilft dabei- ein Anruf und ich war happy.

War ja ganz einfach dachte ich. Das Projekt konnte beginnen.

Es war gerade Januar - mein Auslandsaufenthalt sollte im Wintersemester beginnen. Ich fing an zu planen. Rief meine Uni an und wurde gefragt, warum ich nicht mit der HWR nach England ging. Die University of Sunderland sei schließlich unsere Partnerhochschule. Es würden auch genug finanzielle Mittel dabei für mich rausspringen - ich hätte ja schließlich drei Kinder.

Ja - super. Es könnte gar nicht besser laufen, dachte ich. Erasmusförderung und dann noch die DAAD Sonderförderung plus Auslandsbafög. Ich wäre erst mal abgesichert, dachte ich zu mindestens. Es sollte jedoch alles anders kommen. Ihr werdet noch staunen, wie man sich doch irren kann.

Und so meldet ich alles ab, kündigte alle Verträge, feierte lauter Abschiedspartys und verkaufte viele Möbel.

Vom Transport bis zur internationalen Geburtsurkunde alles war perfekt geplant und alle staunten, wie ich das doch so unglaublich toll organisiert hatte. Ich staunte selber.

Der Tag X rückte näher und der 31.08. also unser Abflug auch. Kisten wurden gepackt. Die Kinder verabschiedeten sich von all ihren Freunden und unseren Nachbarn. Besonders der Abschied von unserer geliebten Oma Traudi, unserer 90 jährigen Nachbarin war sehr schmerzlich.

Aber die Vorfreude auf das Inselleben und ein Leben am Meer auch und so schliefen wir die letzte Nacht in unsere Wohnung, stellten den Wecker auf 5 Uhr früh - der Umzugswagen sollte ja schon um 8 Uhr kommen und die Betten mussten ja noch eingepackt werden und schliefen tot müde ein.

Der nächste Morgen kam - der Umzugswagen allerdings nicht.
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Alles wird besser werden oder auch nicht

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